Der Kunstraum Lakeside widmet sich jährlich einem spezifischen Thema, das aus den institutionellen Besonderheiten dieses Ausstellungs-, Performance- und Diskursraums hervorgeht. Die Anbindung an einen Wissenschafts- und Technologiepark sowie die Verknüpfung des Veranstaltungs- mit dem Semesterprogramm der Universität Klagenfurt wirft Fragen danach auf, wie bildende KünstlerInnen heute die Grundlagen, Möglichkeiten und Grenzen von Wissensproduktion ausloten. Das Programm konzentriert sich auf Handlungsfelder, die mit dem Begriff der „künstlerischen Forschung“ zusammengefasst werden. Künstlerische Forschung ermöglicht, wie Kunst ganz allgemein, ästhetische Erfahrung. Zusätzlich räumt sie aber auch die Möglichkeit ein, innerhalb der jeweiligen Kunstpraxis – das heißt innerhalb der eigenen Medien, Formate und Darstellungsformen – über die Rahmenbedingungen des eigenen Tuns nachzudenken und das eigene Handeln im Blickfeld zu behalten. Eingebettet in soziale, historische und kulturelle Bedeutungszusammenhänge erlaubt sie folglich, auf die sich permanent verändernden Gegebenheiten unserer Gesellschaft zu reagieren.

Jahresprogramm 2018
Jahresprogramm 2019
Jahresprogramm 2020

 
 
Kommende Ausstellungen

Ignacio Uriarte — 210 × 297 mm
Eröffnung, 1. Oktober 2019, 19 Uhr
Ausstellung, 2. Oktober – 8. November 2019

Anmerkungen zu Landschaft (…)
Gruppenausstellung mit Paula Bruna Pérez, Mercedes Mangrané Mora, Francisco Navarrete Sitja, David Ortiz Juan – in Zusammenarbeit mit Hangar, Barcelona
Eröffnung, 19. November 2019, 19 Uhr
Ausstellung, 20. November – 20. Dezember 2019

Statement #07 | Ralo Mayer — The Tower, the Expo, the Echo, the Cell
Performance, 9. Jänner 2020

Statement #08 | Stefan Riebel (mit Studierenden der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig) — Performing an Artspace
Performance, 16. Jänner 2020

 
 
Vorschau 2020

Das dritte Programmjahr im Kunstraum Lakeside widmet sich dem Begriff „Format“. Im Unterschied zur künstlerischen „Recherche“ und zum „Prozess“, die das Potenzial haben, sich vom Kunstwerk zu emanzipieren, um zur eigenständigen Form und wiederum zum Kunstwerk zu werden, bringt sich das Format als Denkmodell gegen die Fixierung von Inhalten in Stellung. „Formate sind ihrem Wesen nach verknüpfte Netze und differenzielle Felder, die ein unberechenbares Gemisch von ephemeren Strömungen und Ladungen mit sich tragen. Es handelt sich um Beziehungsgefüge von Kräften und nicht um diskrete Objekte. Kurz, Formate erzeugen Muster von Verbindungen und Links. […] Worauf es im gegenwärtigen Moment in erster Linie ankommt, ist nicht die Produktion neuer Inhalte, sondern deren Abruf in verständlichen Mustern durch Akte der Rekontextualisierung, Erfassung, Wiederholung und Dokumentation.“* Das Format steht im Programmjahr 2020 als künstlerische und kuratorische Methode sowie als netzwerkartige Konfiguration zur Diskussion. Es handelt sich dabei um eine Struktur, innerhalb derer künstlerische Handlungsfelder, Forschungsprozesse, Recherchen, Medien, nicht zuletzt Kunstwerke in räumliche Beziehung zueinander treten. Der Begriff des „Formats“ orientiert sich an Geweben und Geflechten, Verknotungen und Beziehungssystemen sowie am Netz als Sinnhorizont und Bedeutungsträger.

*Joselit, David: Nach Kunst, Berlin: August Verlag (Imprint im Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln), 2016, 73f.

Maria Anwander & Ruben Aubrecht
Eröffnung, 24. März 2020, 19 Uhr
Ausstellung, 25. März – 31. April 2020

Peter Downsbrough
Eröffnung, 7. Mai 2020, 19 Uhr
Ausstellung, 8. Mai – 19. Juni 2020

Statement #09 | N.N.
Performance, 25. Juni 2020

Statement #10 | N.N.
Performance, 2. Juli 2020

/bibliothek (Fortschreibung)
Gruppenausstellung
Eröffnung, 1. Oktober 2020, 19 Uhr
Ausstellung, 2. Oktober – 13. November 2020

Lone Haugaard Madsen
Eröffnung, 19. November 2020, 19 Uhr
Ausstellung, 20. November – 18. Dezember 2020

Statement #11 | N.N.
Performance, 14. Jänner 2021

Statement #12 | N.N.
Performance, 21. Jänner 2021