Simona Koch — Abiotismus #215

Kunstraum Lakeside, Klagenfurt, 2022
Plakatedition im Eigenverlag
52,5 × 73,5 cm gefaltet auf 17,5 × 24,5 cm, beidseitiger Offset-Druck
Zur freien Entnahme in der Ausstellung und als Beilage in der Jahrespublikation 2022
Auflage von 1000 Stück

Künstlerische Gestaltung: Simona Koch
Herausgeber*innen: Franz Thalmair | Gudrun Ratzinger

 
Zur Ausstellung

Simona Koch — Interbeing
11. Mai – 9. Juni 2022

Naturwissenschaften wie Physik, Genetik oder etwa die Biologie als Lehren von der unbelebten wie belebten Materie zählen zu den vielfältigen Ansatzpunkten von Simona Koch. In experimentellen Forschungsanordnungen, die von raumgreifenden Installationen bis zu Künstler*innenbüchern reichen, geht sie dem Lebendigen in all seinen Facetten nach und entwickelt dabei ständig neue Arbeitsweisen und -verfahren. Wie eine Wissenschafterin arbeitet sie dabei methodenreflexiv: Dinge als animistische Informationsspeicher, die viele Menschengenerationen überdauern; das Wachstum sogenannter Superorganismen, zu denen die Künstlerin komplexe Strukturen wie Städte zählt; Stammbäume zur Sammlung von Erbgut; einer wissenschaftlichen Klassifikation entnommene Begriffe wie „Wurzel“, „Erbe“ und „Essenz“. Von ihrer eigenen Biografie ausgehend, recherchiert und visualisiert Simona Koch in Werkserien wie Universeller Stammbaum (2012–2014), Menschengeflecht (seit 2015) oder Mycelium of Humans (seit 2017) Beziehungsgeflechte. Dabei erforscht sie die Spuren ihrer verwandtschaftlichen Beziehung die nach Deutschland, Österreich, Niederlande, den USA, Schweiz, Frankreich, Polen, England und Belgien reichen und sie bis ins frühe 14. Jahrhundert zurückführen.
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